Laufen…

Ich bin gelaufen. Gefühlte 1000 Blocks, 300 Meilen, 7 verbrauchte Schuhsohlen lang. Aber das ist es, was ich tue, wenn ich woanders bin. Laufen. Schauen. Denken. In Parks sitzen. Letzteres fiel aus wegen Regen und Kälte. Ich lief am Hostel los. Für googlemaps Fanatiker (Hallo Onkel!!!) West 105th Street. Ich ging einmal um den Block, dann die Columbus Avenue runter bis zur W 86th Street. Kaffee und Internetpause bei Starbucks. Weiter die Columbus Ave runter, dann rein in die W 74th bis zum Central Park. Den entlang bis zur W72nd. Das Dakota Building betrachtet, an John Lennon gedacht. Rein innen Central Park. Bänke bestaunt und kalte Hände gekriegt. Den Park durchstromert, durchgeatmet, und ihn am südöstlichen Ende wieder verlassen. Zwischendurch innerliches hysterisches Durchgedrehe ob der Eisbahn die da tatsächlich ist. Auch jetzt. Im April. Eislaufen im Central Park. Mit Blick aufs Plaza. Ich fürchte, das muss noch getan werden. Aber nicht heute. Nicht mit Laptop und Kamera im Gepäck. Park verlassen und „The Church“ besichtigt: Den Apple Store. Obenrum ein großer gläserner Kubus, im Untergeschoss ein Raum voller wimmelnder Menschen und wunderschönster Produkte. Ohne meine schwäbischen Wurzeln wär ich verloren gewesen. So aber gings ungekauft wieder raus. Straßen langlaufen. Irgendwelche, egal welche. Hauptsache New York. Schauen, staunen, Richtung verlieren. Die Gebäude hier sind unglaublich. Man kann gar nicht soviel schauen wie man staunen möchte. Irgendwann gemerkt, dass ich in der Nähe des Grand Central Terminals bin (42nd Street), also dahin. Unterwegs das Chrysler Building gesehen. Wow. Krass. Schön. Durchatmen im Bahnhof. Kurze kleine Enttäuschung: er is kleiner als vorgestellt aber trotzdem wunderschön. Weiterlaufen. Zwischendurch Ruhepausen in Geschäften. H&M besichtigt. Riecht genauso wie zu Hause. Dollarpreise liegen 2 Dollar über Europreisen. Etwa. (Ja, sowas fällt mir auf) Plötzlich am Times Square stehen. Times Square, Baby!!!!! Kurz Muttern angerufen, sie wurde noch nie vom Broadway aus angerufen! Hot Dog essen. Dann Stadtkoller, Menschenkoller, Wunsch ganz schnell weg zu kommen. Seventh Avenue hochlaufen bis zum Park. Rein innen Park, alles von Weitem sehen. Das ist das tolle an New York. Man kann der Stadt entfliehen, ohne sie zu verlassen. Eichhörnchen sehen, am Wasser entlanglaufen. Zurück auf die Columbus, kurzer Halt nochmal bei Starbucks, schauen ob es neues vom Hostelverbucher gibt, kurze schöne Worte einsammeln (Danke @bjoerngrau!!!) weiterlaufen. Schauen, staunen, genießen. Einen kleinen Garten entdecken. Freuen. Im Hostel liegen, schreiben, Musik hören. Tauben gurren hören. Das Flanellhemd raussuchen und auf William Fitzsimmons freuen. Wenn ihr wüsstet, wie es klingt, wenn der Onkel beim Prince hören „Yeah“ sagt, wüsstet ihr, wie ich mich fühl.

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Eine Antwort zu Laufen…

  1. Björn Grau schreibt:

    Gern geschehen. (ich kam aus dem Bauch des Glascubus‘ nicht ungekauft hinaus trotz schwäbischer Wurzeln. Und dann von dort einmal versuchen, ins Plaza zu schauen. Die 59th zum Columbus Square laufen und noch mehr Geld bei Barnes and Noble für Bücher und CDs liegen lassen. Und das alles am Ostersonntag nach einem Spaziergang durch Harlem und den Central Park. Hach.)

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