Mark Owen live in concert

Ankündigung

Konzertankündigung

Ich war auf einem Mark Owen Konzert. Es ergab sich eher zufällig. Ich suchte nach einem Kartenverkäufer, um Karten für eine Lesung, DIE Lesung, der großartigen Meike Winnemuth zu bekommen, als ich es las: Mark Owen. 24.6.13 C-Club. Ich war in Winnemuthscher Laune, ich dachte an mein 14jähriges ich, ich wusste, ich möchte da hin.
Sechs Tage später war es so weit. Stilecht verbrachte ich den Tag mit meiner Mutter und ließ mich dann vom Freund zum C-Club bringen. 27 Euro später war ich drin. Der Bierkauf fühlte sich rebellisch an.
Die Fans feierten die Vorband, ich suchte mir einen Platz vorne links. Vorne musste sein. Vor mir ein MutterTochterduo. Identischer Haarschnitt, identische Ohrringe, gleiches Brillenmodell. Vermutlich waren sie auch schon vor 20 Jahren zusammen auf Take That Konzerten, damals, als die Mutter aussah wie die Tochter heute. Neben mir Mädchen mit Haarschmuck, die sich gegenseitig fotografierten. Die restliche Umgebung bestand aus einem älteren Mann mit Take That T-shirt, einer Frau mit Glitzerhut, einem Mark Owen Stirnband und vielen innerlich 14jährigen.

Mark Owen

Mark Owen

Nach 45 Minuten Umbauphase und einer gedanklichen Reise in die Vergangenheit kam er. Mark Owen. Und mit ihm gefühlte 600 Handydisplays. Ich wechselte den Platz und beobachtete fasziniert wie die neue Umgebung mühelos mit Handy und Digicam jonglierte (vor mir) bzw. alle Fotos direkt bei Facebook hochlud. Und kommentierte. Und Kommentare kommentierte (neben mir). Um mich herum kreischte es. Winkte. Wedelte. Fotografierte, sang und filmte. Es roch nach Schweiß. Nach zwei Liedern überlegte ich zu gehen, aber ich wollte mich nicht enttäuschen. Ich wollte mitsingen aber ich kannte die Lieder nicht. Ich hoffte auf ein Lied aus alten Take That Zeiten, vergeblich. Hin und wieder kam mir ein Lied bekannt vor, aber ich war mir unsicher ob es a) ein Lied von Mark Owen war, das ich zufällig kannte, b) ein neues Lied von Take That war, das ich zufällig kannte  oder c) ein Cover eines aktuellen Hits.
Ich wippte mit und klatschte. Wackelte ein bisschen mit den Hüften und merkte, Mark Owen war nicht mehr der Mann, mit dem ich händchenhaltend in den Sonnenuntergang schlendern wollte, lieber wäre mir ein weiteres Bier.
Ganz zum Schluss stimmte er noch einmal Babe an. Ich strahlte, zückte meine Digicam, filmte und sang mit. Dann ging ich.
Als ich ging wusste ich zwei Dinge: ich liebe Grübchen noch immer sehr, inzwischen aber die des Freundes und des Sohnes. Und ich war keine 14 mehr. Auch keine 16. Ich bin verdammt gute 31.

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