Vom Ankern und Leben

„Bitte ankern Sie hier nicht“ – immer wieder geht mir dieser Satz durch den Kopf während ich meinen pinken Koffer durch den Övelgönner Sand ziehe. „Bitte ankern Sie hier nicht“. Was wohl der Bosch dazu sagen würde? Welche Zeile von Tocotronic oder den Erdmöbeln er hier wohl zitieren würde?
„Bitte ankern Sie hier nicht. Machen Sie hier nicht fest. Gehen Sie weiter.“ Es sollte öfter im Leben diese Zeichen geben. „Werfen Sie hier nicht den Anker. Es ist der falsche Mann / das falsche Studium / das falsche Leben.“ Aber würden wir uns daran halten? Wo etwas verboten ist, ist auch etwas möglich. Was, wenn man also doch einfach den Anker auswirft? Vermutlich würde man gerammt werden, weggetrieben, Beulen kriegen. Aber man hätte es zumindest versucht. Wäre es das nicht wert? Es zu versuchen, den Anker auszuwerfen? Selbst wenn es nur für eine kurze Zeit wäre?

Advertisements
Galerie | Dieser Beitrag wurde unter Fernweh, Gedankenkrams, Leben in Hamburg, Leben so an sich veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s